Bereits vor einem Jahr fasste ich – unter demselben Titel – die Trends und Neuigkeiten der CES in Las Vegas zusammen. Nun hat sich in dem letzten Jahr so einiges getan – oder vielleicht doch nicht? Wie wäre es, wenn wir an dieser Stelle einmal schauen und überprüfen, ob sich die Trends vom letzten Jahr auch wirklich durchgesetzt haben oder ob bestimmte Technologien in diesem Jahr einen neuen Anlauf wagen?
Wenn man sich auf den großen Gadget- und Computerseiten die Neuigkeiten der Messe anschaut, dann mag man meinen, es gab auf der CES nur Tablets, Smartphones und Digitalkameras. In diesem Trend scheint sich trotz Entwicklungen in puncto Prozessorgeschwindigkeiten oder Betriebssystemen nicht viel getan zu haben. Auch im Jahr 2011 wurden in Nevada vor allem Tablets vorgestellt. Und diese kommen sehr gut an, wie wir schon kurz vor Weihnachten mit Blick auf die beliebtesten Geschenke feststellten.
3D war ein anderes großes Thema der Messe im letzten Jahr und hier sieht es schon etwas anders aus. So wirklich durchsetzen können sich die 3D-fähigen Geräte noch nicht, zumindest sind sie und die dazugehörigen Brillen noch nicht im Massenmarkt und in den Wohnzimmern angekommen, was wohl auch an den wenigen Inhalten liegt. Noch werden eben nicht alle Filme und Inhalte in 3D aufbereitet.
Dafür werden in anderer Hinsicht die Dimensionen durchbrochen. Zum einen durch Sprachtechnologie. Sie erlebt einen regelrechten Boom und auch Fernsehgeräte werden bald schon mit Sprachbefehlen gesteuert werden können. Das bequeme Zurücklehnen wird dann nicht einmal mehr beim Umschalten angetastet, ebenso wenig wie die Fernbedienung. Ob die Werbebranche davon begeistert sein wird, wenn der Kanalwechsel nur ein Wort entfernt ist? Neben neuen Bedienmöglichkeiten per Sprache im Auto, wodurch sich der Fahrer gänzlich auf seine Aufgabe am Steuer konzentrieren kann, forciert auch Intel die Sprachbedienungsmöglichkeiten in seinem Ultrabook.
Dass es sich lohnen kann, althergebrachte Methoden in Frage zu stellen, zeigt auch Logitech. Die Mischung aus Maus, Touch-Erlebnis und Präsentationsknipser (oder wie die Dinger heißen) schafft es tatsächlich, das althergebrachte Konzept klug und scheinbar auch intuitiv in der Benutzung zu erweitern.
Aber nochmal zurück zu den Fernsehgeräten: Die Smart-TVs, die wir uns im letzten Jahr schon angesehen hatten, sind in diesem Jahr wohl noch etwas schlauer geworden. Einige Fernseher können jetzt sogar schon Android. Und überhaupt scheinen nach Smartphones die Fernseher ins Hauptaugenmerk der beiden Big Player, Apple und Google, geraten zu sein. Nachdem Apple ja schon im letzten Jahr Apple TV vorstellte, schließt jetzt Google, ähnlich wie bei den Smartphone-Betriebssystemen auf und präsentiert Google TV.
Und weil nicht alle möglichst viele Geräte bei sich dabei haben wollen, gibt es nun eine neue Form der Hybride. Zu den Mischlingen aus Notebooks und Tablets gesellen sich nun die Smartphone-Kameras oder auch Kamera-Smartphones. Was wird wohl das nächste Jahr bringen? Smartphone-Tablets oder vielleicht doch Notebook-Kameras?
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