Künstliche Intelligenz – wohin geht die Reise?

Technische Erfindungen sind nicht nur iPads, Segways, Schreivasen oder andere Gadgets

Robotik (Bildquelle: Hexe110 / pixelio.de)

Robotik (Bildquelle: Hexe110 / pixelio.de)

– sie tragen in einem nicht gerade geringem Maße auch dazu bei, das menschliche Leben vor lebensbedrohlichen Situationen oder schlechten Lebensumständen zu schützen. Allein die Fortschritte im Bereich der Medizin können vom Nutzen moderner Technologien überzeugen, zahlreiche Leben wurden durch die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschung gerettet. Auch in der Industrie haben Maschinen und Roboter die schwere Arbeit der Menschen übernommen – hier waren die Reaktionen bei den Betroffenen sicher nicht durchweg positiv, als beispielsweise in der Automobilfertigung hydraulische Arme die Arbeit von „echten“ Männern ersetzte. In den letzten Jahren sind die Entwicklungen vor allem im Bereich der künstlichen Intelligenz sehr weit fortgeschritten. Wir wollen uns heute einmal ansehen, was Roboter heute überhaupt schon alles können und was bereits für die Zukunft geplant ist.

Der Einsatz in Fabriken und als Haushaltshilfe scheint nicht gerade neu, auch sprechende Roboter, die uns verstehen, sind dem einen oder anderen sicher bekannt. Sie können dank Sensorensystem und Laserscanner  Objekte erkennen und anfassen. Und genau diese Eigenschaften können in gefährlichen Situationen hilfreich sein. Statt mutiger Feuerwehrmänner, die sich in die Flammen stürzen, sollen bei Bränden robuste und brandsichere Roboter zum Einsatz kommen. Doch die Robustheit der Roboter wird nicht nur verwendet, um Leben zu retten. Die militärische Nutzung ist nicht nur in Science-Fiction-Streifen bedrohlich, sie ist bereits Realität.

Ebenso werden feine psychologische Aspekte des menschlichen Verhaltens Robotern beigebracht. Sie sollen in der Lage sein, den emotionalen Zustand, Empathie und falsche Überzeugungen zu verstehen – kurz: sich in andere Personen hineinversetzen können. Zwar sind Roboter derzeit auch beim Computational Model of Mind-Reading noch nicht fähig, komplexe Gedankengänge zu verstehen, aber immerhin können die mentalen Zustände von Menschen in einem gewissen Maße mithilfe unserer Gesichtsausdrücke abgeleitet werden. Zu diesen mentalen Zuständen gehört etwa das Einverständnis einer Person mit einem Sachverhalt, Interesse, Langeweile, Nachdenken oder Verlegenheit.

Auch anatomisch  versuchen Wissenschaftler, Roboter nach Menschenvorbild zu konstruieren. So bestehen Muskeln oder Sehnen nicht aus biologischen Zellen, sondern aus Drähten. Das Italienische Institut für Technologie (IIT) stellte vor nicht allzu langer Zeit seine Erfindung der Öffentlichkeit vor: Roboter können auch von innen wie Menschen aussehen. Als Einsatzgebiete sind etwa Haushalte oder Unterstützung Behinderter denkbar.

Sogar das sich selbst empfinden des Menschen, zusammengefasst in der Leiblichkeitstheorie, wird kopiert. Der Telenoid von Hiroshi Ishiguro hat eine maximale Menschenähnlichkeit. Er soll sich im Raum präsent fühlen und seinen Körper so wahrnehmen, wie wir Menschen es tun.

Bei der Frage, was einen Menschen zu einem Menschen macht, kommt man, je nach Überzeugung, zu der Einsicht: der Geist, die Seele und der Verstand. Während die Seele wohl kaum lokalisiert werden kann, versuchen Wissenschaftler zumindest den Verstand innerhalb der nächsten zehn Jahre als Hirnmodell nachzubauen. In erster Linie geht es den Forschern um einen intelligenten Supercomputer. Bis zum Jahr 2023 soll das virtuelle Menschenhirn vollständig ausgearbeitet sein. Ob der menschliche Verstand und seine Denkleistungen tatsächlich auf einen Chip passen, wird die Zukunft zeigen.

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