PR mit Mittelstand

Geht man mit offenen Augen über die CeBIT, von der ich justement zurückgekehrt bin, fallen dem Beobachter an vielen Stellen deutsche mittelständische Unternehmen auf, die erfolgreich mit internationalen Großkonzernen konkurrieren.

Deutschland IST Mittelstand. KMUs tragen einen großen Teil unserer wirtschaftlichen Solidität und haben aus gutem Grund seit einiger Zeit auch die Öffentlichkeitsarbeit für sich entdeckt!

Jeder PR-Profi, der einen deutschen Mittelständler zu seinen Kunden zählt oder bei KMUs um Aufträge pitcht, wird sehr schnell gemerkt haben, dass sich der mittelständische, häufig regional tief verwurzelte Unternehmer zwar in seinem Kenntnisstand, aber nicht in seinen Erwartungen und Ansprüchen an den PR-Berater bzw. die PR-Agentur von global agierenden, vielleicht sogar an der Börse notierten Konzernen, unterscheidet:

Er erwartet eine offene, ehrliche, qualitativ hochwertige Dienstleistung – er legt dort die gleichen Maßstäbe an, wie an seine Produkte und Dienstleistungen! Und das völlig zu Recht.

Mir fällt immer wieder auf, dass die typische im Marketing-, Werber- und PR-Millieu benutzte Sprache weder zum erfolgreichen Projektverlauf noch zur Vertrauensbildung beiträgt.

Sie ist eher kontraproduktiv, weil sie denjeniegen, der dieses Fachvokabular nicht kennen (gewollt?) ausschließt. PR-Chinesisch ist seitens des mittelständischen Auftraggebers genauso wenig gewollt wie Budget, das in aufgeblähter Administration und künstlich überdimensioniertem Reporting versandet. Auch müssen PR-Dienstleistungen ausgiebig erklärt werden, um „gekauft“ zu werden. Möchten Agenturen und Berater über viele Jahre mit mittelständischen Unternehmen erfolgreich und partnerschaftlich zusammenarbeiten, fußt der Erfolg auf vier Säulen:

PR im Mittelstand: Die 4 Säulen des Erfolges

PR im Mittelstand: Die 4 Säulen des Erfolges

  • Vertrauen/Glaubwürdigkeit
  • Transparenz
  • Dialog
  • Effizienz

Werden diese Schlagworte in der täglichen Arbeit gelebt, dann muss man sich vor plötzlichen, aus heiterem Himmel anberaumten Re-Pitches, die nahezu jeder PR-Professional schon erlebt hat, nicht fürchten – ganz im Gegenteil: Die Bereitschaft zu weiteren Projekten und Budgeterhöhungen wird steigen!

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Die Last der Leistung – LTE, Wi-Fi oder doch lieber beides?

Über die auf dem Mobile World Congress (MWC) vorgestellten Geräte und Gadgets freute sich eine Gruppe nicht besonders. Mehr Leistung etwa für HD-Videostreaming und aufwendige Applikationen führt für Carrier und Betreiber von Mobilnetzen vor allem zu einer Frage: Wie soll ich den Kunden genügend Bandbreite zur Verfügung stellen und wie kann ich dabei trotzdem noch profitabel sein?

Der Ausbau von Mobilfunknetzen ist teuer, in ländlichen Gebieten wird man wohl auch in Zukunft nicht mit High-Speed surfen können (Quelle: Lothar Henke / pixelio.de)

Der Ausbau von Mobilfunknetzen ist teuer, in ländlichen Gebieten wird man wohl auch in Zukunft nicht mit High-Speed surfen können (Quelle: Lothar Henke / pixelio.de)

Der LTE-Ausbau (LTE = Long Term Evolution, auch unter 4G bekannt), der in den USA bereits in vollem Gange betrieben wird, ist vor allem eins: teuer. In Gebieten mit einer hohen Nutzerdichte, also in Großstädten, die als Business-Zentren sowieso die höchste Dichte an Smartphones, Tablets oder anderen Mobilgeräten haben, wird auch LTE auf lange Sicht nicht die endgültige Lösung sein können. Und was wäre, wenn die Zuschauer in einem Fußballstadion alle auf die Idee kämen, sich die strittige Szene von eben auf ihrem Mobiltelefon noch einmal anzusehen? 10.000 Smartphones, auf denen ein Video gestreamt wird – das wird auch LTE nicht handeln können.

Wenn wir schon beim Sport sind: Wi-Fi, die zweite weit verbreitete Technologie, mit der ein Zugang zum Internet ermöglicht wird, ist im Vergleich zum Langstreckenläufer LTE ein Sprinter – massig Leistung, extrem schnell, aber dafür kommt Wi-Fi nicht sehr weit. In Gebieten mit hoher Dichte ist Wi-Fi die ideale Lösung, in Büros, Flughäfen, Bahnhöfen, Einkaufszentren oder anderen Orten, an denen viele Menschen mit vielen Geräten auf viele Daten zugreifen. Aber wenn dann mal der ein oder andere Kilometer überbrückt werden soll, geht Wi-Fi trotz Repeatern schnell die Puste aus. Optimal wäre es, wenn man die besten Eigenschaften aus beiden Welten miteinander kombinieren könnte. Die Entscheidung wird nicht zwischen Wi-Fi und LTE fallen, beide müssen im gleichen Team spielen, um den Hunger nach Leistung stillen zu können.

Ein Bahnhof - der optimale Einsatzort für Wi-Fi (Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de)

Ein Bahnhof - der optimale Einsatzort für Wi-Fi (Quelle: Ich-und-Du / pixelio.de)

Betrachtet man sich einmal den Einsatzort von zahlreichen Smartphones, also die Straßen der Stadt, sieht man nicht nur Häuserfassaden und Autos, sondern auch Laternen. Diese haben zwar schon eine tolle Funktion, sie könnten aber neben Licht in die Dunkelheit auch Bandbreite in die Mobilnetze bringen. Access Points, die in wetterfesten Gehäusen an diesen Laternen angebracht sind, können in Städten durchaus flächendeckend Wi-Fi ermöglichen – eine vergleichsweise günstige Möglichkeit, extreme Leistung und Services zu bieten und auch bei 3G deutliche Leistungsverbesserungen zu erzielen. Bewegt man sich aus dem mit Wi-Fi abgedeckten Bereich heraus, greift das Gerät dann automatisch wieder auf das Funknetz zu, welches wiederum durch die Wi-Fi-Unterstützung im Stadtzentrum entlastet ist. Auf dem eingangs erwähnten MWC wurden erste Geräte für eine solche Kombination vorgestellt – eine Ankündigung, über die sich auch Carrier und Service Provider freuen dürften.

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Der QR-Code: Informationen Schwarz auf Weiß

Zum ersten Mal wurde ich auf QR-Codes aufmerksam, als busy Businessmen beim Boarding ihr Smartphone zückten, dieses surreale, pixelige Bildchen über den Scanner hielten und sich auf die finalen Meter ins Flugzeug machten.

Ein QR-Code - Wo führt er hin? Smartphone raus und ausprobieren...!

Ein QR-Code - Wo führt er hin? Smartphone raus und ausprobieren...!

Heute sehen wir viele Werbe-Plakate, besonders schön gelungen bei der „Sendung mit der Maus“, und sogar Visitenkarten mit diesen Codes versehen. Die Pressemappen meiner Kunden beinhalten wie selbstverständlich auch diesen Code und führen in das Online Pressecenter der HBI.

Auch ich bin davon begeistert und möchte an dieser Stelle in kurzer Form, wie Sie es von mir gewohnt  sind, auf die Relevanz für die Öffentlichkeitsarbeit eingehen:

Immer mehr Menschen verfügen über Smartphones. Informationsbeschaffung wird dank Smartphones immer mobiler. Aber Mobilität verringert die Zeit, die für die Informationsaufnahme zur Verfügung steht.

Straßenkünstler in SanFran nutzt den QR-Code für das Eigenmarketing

Straßenkünstler in SanFran nutzt den QR-Code für das Eigenmarketing

Der QR-Code bietet DIE Gelegenheit im Rahmen von integrierten Kampagnen, den einzig wahren und zielführenden Marketing-Mix-Kampagnen, neben dem „Eye-Catcher“, z.B. eines Werbeplakates oder eine Anzeige in Printpublikationen, weiterführende Informationen zu bieten und Themen zu vertiefen. Er kann auf Landing-Pages verweisen, zum Whitepaper-Download oder zu Case Studies leiten.

Die Möglichkeiten sind nahezu grenzenlos!

Somit wird es möglich, das Manko der Werbung, nämlich mangelnde Informationsvermittlung, auszugleichen und einem markigen „Claim“, weiterführende, in die Tiefe gehende Details hinzuzufügen, ohne dass gegoogelt werden muss, oder der Betrachter sich eine URL merken muss.

Ich möchte nicht so weit gehen, dass sich der QR-Code auf einer Mission befindet und ENDLICH Werbung und PR vereint, aber er hat zumindest das Potenzial, die für die erfolgreiche Öffentlichkeitsarbeit nötigen Disziplinen gleichberechtigt und wirklichen Mehrwert bringend zusammenzubringen!

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Früh übt sich – Digitale Lehrbücher

Apple möchte mit seinen E-Books auf dem Schulbuchmarkt Fuß fassen. Die seit Monaten kursierenden Gerüchte, dass Apple eine neue Initiative im Bereich digitaler Lehrbücher plant, haben sich ja mittlerweile bestätigt. Der Biograf von Steve Jobs, Walter Isaacson, deutete bereits vor Monaten an, dass der verstorbene Apple-Mitbegründer schon lange vor hatte, in diesen Sektor einzusteigen.

Apple hat mit dem Verkauf von Schulbüchern (u.a. im iTunes Store) begonnen und kooperiert mit den amerikanischen Verlagen Pearson, McGraw Hill und Houghton Mifflin Harcourt. Für rund 15 US-Dollar pro Stück können in den USA beispielsweise Werke zu den Fächern Mathematik, Biologie und Physik erworben werden. Auch in Deutschland soll diese Technologie eingeführt werden. Nach Angaben von Cornelsen hätten sich alle großen deutschen Schulbuchverlage gemeinsam auf eine systemübergreifende Plattform für die Recherche und den Vertrieb elektronischer Schulbücher geeinigt. Allerdings möchten die deutschen Schulbuchverlage keinesfalls eine exklusive Kooperation mit Apple oder einem anderen Unternehmen eingehen. Erste Einzelheiten sollen Mitte Februar auf der Bildungsmesse Didacta in Hannover vorgestellt werden. Das erste Buch das in Deutsch erhältlich ist trägt den Titel “Life on Earth”.

iPad2 (Quelle: www.apple.com)

iPad2 (Quelle: www.apple.com)

Die technischen Vorteile liegen auf der Hand. Mit einem E-Book lassen sich interaktive Elemente wie 2D- und 3D-Animationen, Diagramme und Bildgalerien öffnen und Filme sowie Tonelemente abspielen. Diese coolen Features können einen öden Schulalltag aufheitern und das Lernen spaßiger machen. Doch nicht nur Spaß soll ein E-Book bieten. Auch die Verwendung nützlicher Features sind möglich: Durch Index-Links ist es beispielsweise möglich, Begriffe mit einem Lexikon oder Glossar zu verknüpfen. Textpassagen können farblich markiert und Notizen auf die Seiten geheftet werden. Alle Notizen werden an zentraler Stelle gesammelt und können per Fingertipp angezeigt werden. Auch die Karteikartenerstellung für das Erlernen von Begriffen und deren Bedeutung ist damit simpel.

Lehrer und US-Verlage, die mit dem Computerkonzern aus Cupertino bei der Bildungsinitiative zusammenarbeiten, sind von den vielen Möglichkeiten begeistert. In Videobotschaften preisen sie diese Technologie an. Doch auch bei den Schülern könnte die Einführung dieser Technologie auf großen Beifall stoßen. Nicht nur der mit Schulbüchern

Bücherei (Quelle: Rainer Sturm / pixelio)

Bücherei (Quelle: Rainer Sturm / pixelio)

vollgepackte Schulranzen mit einer Schulbücherei in Taschenformat könnte bald der Vergangenheit angehören. (Dass die gedruckten Schulbücher allerdings bald gänzlich aus dem Unterricht entfernt werden, davon geht der Cornelsen-Verlag nicht aus.)  Zudem erlernt der Schüler in der Schule den technisch versierten Umgang mit dieser neuer Technologie, wird in dieser Hinsicht auf die Zukunft vorbereitet und stillt ein Grundbedürfnis der jungen Generation: Eine durch SevenOne Media im August 2011 in Deutschland durchgeführte Studie von rund 1.000 Personen ab 14 Jahre hat nämlich ergeben, dass sich rund 61 Prozent von den vielen neuen technischen Begriffe, die es gibt, manchmal überfordert fühlen. Jeder zweite Befragte gab zudem an, dass es ihm Spaß mache, neue technische Geräte und Möglichkeiten kennenzulernen. Auch der Internet-Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages ist das Problem der Medienkompetenz aufgefallen und fordert: „Jede Schülerin und jeder Schüler soll einen eigenen Laptop oder einen eigenen Tablet-PC bekommen preisgünstig produziert in großen Losen und unterstützt durch staatliche Mittel.“ Wenn jeder Schüler seinen (Lern-)Computer mit in den Unterricht bringe, würden alle Beteiligten dazu ge­zwungen sein, sich mit dem Internet auseinander zu set­zen – und so die Bildungschancen des Netzes fächerüber­greifend nutzen.

Zahlreiche Bildungsapps und –programme für unterschiedliche Betriebssysteme versuchen schon heute, Lernen mit Spaß zu verbinden. Doch nicht nur Kinder im Schulalter sollen von der Technologie profitieren. Schon im Vorschul- und im Kindergartenalter werden die Kinder abgeholt und lernen auf spielerische Weise. Mit der Bildungsapp „Cute Baby Flash Cards“ beispielsweise prägen sich die Kleinen nicht nur das Alphabet und Zahlen ein sondern lernen Tiere, Dinge, Wörter und Farben zu erkennen. Sicherlich ist hier zu diskutieren, ab welchem Alter Apps und E-Books Verwendung finden sollten. Als Ergänzung zu traditionellen Lehrmethoden bieten sie aber zahlreiche spannende Möglichkeiten.

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Blue Monday – Trauriger wird es dieses Jahr nicht mehr

Dass der Januar nicht gerade zu den beliebtesten Monaten in einem Jahr zählt, davon haben Sie vielleicht schon mal gehört oder es selbst auch so empfunden. Meist ist es dunkel, das Wetter ist schlecht, es gibt keine Feiertage (außer vielleicht im katholischen Süden Deutschlands) und zudem fühlt er sich auch noch ausgesprochen lang an. Ganz besonders schlimm wird es aber am Montag der letzten vollen Woche im Januar, dem Blue Monday.

Blue Monday - Humor ist, wenn man trotzdem lacht! (Albrecht E. Arnold - pixelio.de)

Blue Monday - Humor ist, wenn man trotzdem lacht! (Albrecht E. Arnold - pixelio.de)

Der Blue Monday ist, nach dem britischen Wissenschaftler Cliff Arnall, der deprimierendste Tag des gesamten Jahres.  Dieser Tag wurde nicht einfach gewählt, weil er sich anbietet und sonst keine besonderen Ereignisse stattfinden. Vielmehr bildet eine genaue Berechnung die wissenschaftliche Grundlage für die Erkenntnis.  Faktoren in dieser Formel sind das Wetter, die ersten Rechnungen, die schon im Briefkasten liegen, die vergangene Zeit seit Weihnachten, die guten Vorsätze, die schon wieder über Bord geworfen wurden, das eigene Motivationslevel und das Bedürfnis, endlich mal wieder zu handeln und aktiv zu werden.

Klingt unglaublich? Vielleicht liegt es daran, dass diese Berechnung Teil einer Marketing-Kampagne des Reiseveranstalters Sky Travel ist. Deren Presseagentur soll versucht haben, Wissenschaftler für diese Aussage einzukaufen. Und bei Cliff Arnall (damals Tutor in Cardiff) scheint das Angebot gestimmt zu haben.
Für alle, die sich heute dennoch schlapp fühlen, hat Arnall zum Glück auch eine Lösung parat. Freuen Sie sich einfach jetzt schon auf den glücklichsten Tag im Jahr. Der ist nämlich laut der Pressemitteilung eines Eiscreme-Herstellers, ebenfalls mathematisch berechnet, im Juni.

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